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Indikator zur Lebensraumvielfalt und Landschaftsqualität
Artikel
Der Indikator Lebensraumvielfalt und Landschaftsqualität bilanziert mithilfe von drei Teilindikatoren die Lebensraumvielfalt und Landschaftsqualität als Voraussetzung für den Artenschutz im Klimawandel und als Ausdruck klimawandelresilienter Landschaften. Der Indikator basiert auf der Annahme, dass vielfältige, miteinander verbundene Landschaften, die ein Mindestmaß an natürlichen Lebensräumen aufweisen, gegenüber dem Klimawandel resilienter sind. Die Teilindikatoren „Vielfalt und Kleinteiligkeit der Landschaft“, „Anteil naturnaher wenig kulturbeeinflusster Flächen“ sowie „Randliniendichte gewässerbetonter und gehölzdominierter Lebensräume“ wurden angelehnt an das Konzept der differenzierten Landnutzung (Haber 1998; Haber und Bückmann 2014) und an das Mosaikkonzept von Duelli (1997) ausgewählt und auf der Grundlage von regelmäßigen Gitterzellen des INSPIRE-Geogitters (BKG 2020) mit einer Gittergröße von 10 km x 10 km berechnet.Die Teilindikatoren und der Gesamtindikator wurden bisher für zwei Zeitschnitte auf der Basis des LBM-DE und des ATKIS Basis-DLM berechnet, so dass die Entwicklung der Lebensraumvielfalt und Landschaftsqualität in Deutschland für einen Zeitraum von 6 Jahren abgebildet werden kann.Der Anteil der einzelnen Bewertungsklassen an der Gebietsfläche ist zwischen den Jahren 2012 und 2018 nahezu unverändert geblieben, bei den allermeisten Klassen liegt die Veränderung unter 1 %. Etwa die Hälfte der terrestrischen Bundesfläche weist eine mittlere, um die 30 % der statistischen Zellen eine sehr geringe oder geringe Lebensraumvielfalt und Landschaftsqualität auf. Die Bewertungsklasse „sehr hoch“ wird lediglich in ca. 0,4 % der statistischen Zellen vergeben, die Klasse „hoch“ in ca. 21 %.Qualitativ hochwertige Landschaften zeigen sich großflächig beispielsweise in der Alpenregion, an der Nord- und Ostseeküste, im Sauerland und in der Eifel. Kleinere, als gut bewertete Gebiete sind beispielsweise im Schwarzwald, in der Fränkischen Alb oder in der Oberlausitz zu finden.
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