Immer mehr Beschäftigte in Deutschland und darüber hinaus sind frustriert von der gegenwärtigen Art und Weise der Arbeitsgestaltung und ziehen entsprechende Konsequenzen, indem sie entweder mit einer geringen emotionalen Bindung Dienst nach Vorschrift verrichten oder kündigen. Anhand des Beispiels der Mitarbeitermotivation argumentiert der Beitrag, dass die aktuell zu beobachtenden Probleme primär auf einer nicht mehr zeitgemäßen Wahrnehmung von Arbeit und Motivation gründen, die Douglas McGregor mit dem Begriff „Theorie X“ beschrieben hat. Für große Teile der modernen Arbeitswelt, die v. a. durch Formen der Wissensarbeit geprägt sind, braucht es hingegen ein neues Verständnis von Arbeit und Motivation, wofür McGregor seine „Theorie Y“ formuliert hat. Wie sich dieser Ansatz in der Praxis umsetzen lässt und welche Vorteile er bringt, wird u. a. anhand von Beispielen erfolgreicher Unternehmen wie Patagonia, Netflix oder Barry-Wehmiller sowie im Rückgriff auf das Konzept von „Flow“ nach Mihaly Csikszentmihalyi kurz skizziert.