Gebäude sind in der EU für mehr als ein Drittel des Primärenergieverbrauchs verantwortlich, wobei ein erheblicher Teil für die Klimatisierung benötigt wird. In Mikroelektronik-Fabriken, Krankenhäusern und Museen, wo enge Vorgaben für Luftreinheit, Temperatur und Feuchtigkeit herrschen, gestaltet sich die Regelung der Klimaanlagen besonders anspruchsvoll. Mit der erhöhten Anlagenkomplexität bei gleichzeitig immensem Kostendruck in der Gebäudeplanung und -errichtung wurden in den vergangenen Jahrzehnten häufig raumlufttechnische Anlagen in Betrieb genommen, die hinsichtlich der Energieeffizienz weit entfernt vom Optimum betrieben werden. Anlagenbetreiber können Fehlfunktionen oder ineffizienten Betrieb meist nicht selbstständig erkennen oder beheben. Moderne Gebäudeautomationssysteme erfassen und speichern zwar eine Vielzahl an Messdaten, diese werden jedoch bisher kaum genutzt. Die Herausforderung liegt darin, dass viele miteinander verkoppelte Datenpunkte über lange Zeiträume analysiert werden müssen. An der HTW Dresden wurden Methoden entwickelt, die eine teilautomatisierte modellgestützte Analyse des Betriebs von großen Vollklimaanlagen ermöglichen. Dabei wird ein digitaler Zwilling de