GPS-Messungen und photogrammetrische Auswertungen als Grundlage für archäologische Forschungen in Tayma/Saudi-Arabien
Projekt
Überblick
Beschreibung
Tayma, eine Oase mit langer Siedlungsgeschichte liegt im Nordwesten der Arabischen Halbinsel an einem Abschnitt der berühmten Weihrauchstraße. Bereits seit etwa 20 Jahren führt die Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) Berlin hier archäologische Grabungen durch. Um alle Grabungen in einem Geographischen Informationssystem speichern zu können, müssen die Vermessungen in einem einheitlichen, globalen Koordinatensystem erfolgen. Dieses wird durch ein Festpunktfeld realisiert. Bei einer Erweiterung des vorhandenen Festpunktfeldes im Jahr 2020 wurden Diskrepanzen festgestellt, die nur im Rahmen einer Neumessung beseitigt werden konnten. || Ziel des Teilprojektes ist die Neumessung des Festpunktfeldes, die anschließende Transformation vorhandener Messungen und die Erneuerung der photogrammetrischen Auswertung der vorhandenen Luftbilder. Vom 27. November bis 07. Dezember 2023 fand daher eine GPS-Messkampagne vor Ort statt. Hierbei waren sowohl die Vermessungspunkte früherer Grabungskampagnen, als auch Konturenpasspunkte für die Georeferenzierung der Luftbilder aus dem Jahr 2005 zu bestimmen. Basierend auf diesen Ergebnissen kann im Anschluss die Transformation der vorhandenen Vermessungen früherer Grabungen erfolgen. Außerdem soll eine erneute Aerotriangulation der Luftbilder gerechnet, ein Digitales Oberflächenmodell (DOM) abgeleitet und ein Orthophotomosaik erstellt werden.