Forschungsinfrastruktur zur Erschließung nachhaltiger Anwendungen von Holzwerkstoffen im Ingenieur – und Brückenbau uri icon Projekt

Überblick

Beschreibung

  • Die Voraussetzungen zur systematischen, differenzierten Erforschung der Kennwerte sollen im Projekt adressiert und geschaffen werden. Lokal verfügbare Holzwerkstoffe haben ein enormes Zukunftspotential.Daher sollen im Projekt die Grundlagen bereitgestellt werden, um kennwertbasiert und anwendungsnah neue Konzepte, Bauweisen und Systemlösungen zu entwickeln. Seit Jahren widmet sich die Forschergruppe Konstruktiver Ingenieurbau der Fakultät Bauingenieurwesen, HTW Dresden intensiv der Thematik Ermüdungsverhalten und Restnutzungsdauer von Ingenieurbauwerken. || Mit dem beantragten Vorhaben sollen die Expertise und experimentellen Untersuchungsmöglichkeiten im Bereich des Ermüdungsverhaltens von Ingenieurtragwerken an der HTW Dresden weiter ausgebaut werden. Das gründliche Verständnis des Verhaltens der Einzelwerkstoffe unter nicht ruhenden Lasten stellt eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung und Bemessung solcher Konstruktionen dar. || Mit einem wachsenden Anteil von 38 % an den globalen CO2-Emissionen verfehlt die Gebäude- und Bauwirtschaft die Klimaziele des Pariser Abkommen erheblich. Neben der Motivation, bezahlbare und klimaneutrale Lösungen für den Ingenieur- und Brückenbau zu entwickeln, besteht der Anspruch, mit dem Einsatz von Holzwerkstoffen einen wesentlichen Beitrag zur Klimaneutralität zu leisten. Der deutsche Wald speichert etwa 3 Mrd. t CO2 – davon ca. 30 % im stehenden Holz. Der jährliche Zuwachs des Waldes bindet 58 Mio. t CO2 und kompensiert damit etwa 5 % der CO2-Emissionen Deutschlands, zuzüglich der oft über Jahrzehnte bis Jahrhunderte wirkenden Speicherung von CO2 in Bauholz. Im Verhältnis zu seinem Gewicht hat Holz eine hohe Festigkeit und lässt sich gut verarbeiten. Allerdings variieren die Zug- und Druckfestigkeiten zwischen Nadel- und Laubholz stark. Auch die Dimensionsstabilität und Dauerhaftigkeit sind bei vielen Holzarten gering, wodurch sie sich in tragenden Konstruktionen bisher nur eingeschränkt verwenden lassen. Hier stellt z. B. die Robinie eine positive Ausnahme dar. Das extrem dauerhafte Holz ist für Konstruktionen im Außenbereich ohne zusätzlichen chemischen Holzschutz prädestiniert und kann somit Tropenhölzer

Zeitraum

  • 01.04.2023 - 31.12.2023

Bewilligungssumme

  • 420.000,00 €

Forschende

  • Flederer, Holger   Professor für Konstruktiver Ingenieurbau/Brückenbau (Projektmitarbeiter:in)
  • Sieber, Lars   Dr.-Ing. (Projektmitarbeiter:in)

Förderkennzeichen

  • 100669421

Geographischer Schwerpunkt

Akronym

  • HOLZGENIE

Drittmittel-Finanzierung

  • Ja

Internationale Beteiligung

  • Nein

Industriebeteiligung

  • Nein

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

  • Nein

Förderprogramm