Monitoring- und Frühwarnsystem zum Feuersalamandervorkommen in der Sächsischen Schweiz
Projekt
Überblick
Beschreibung
Langfristig streben wir die Etablierung eines standardisierten Erfassungs- und Monitoringsystems an, das als Frühwarnsystem für mögliche Bsal-induzierte Populationsrückgänge in der Untersuchungsregion dient. Dazu sollen bestehende Informationslücken geschlossen und ein geeignetes Frühwarn- und Monitoringsystem auf verschiedenen Ebenen etabliert werden. Im Projekt soll zunächst die Dokumentation des historischen und rezenten Vorkommens in der Modellregion durch Auswertung von Sammlungsdaten, historischen Handkatalogen und Felderfassungen überprüft und Nachweislücken ggf. geschlossen werden. Weiterhin sollen ausgewählte Populationen mittels etablierter minimalinvasiver Methoden auf das Auftreten von Bsal molekularbiologisch untersucht und populationsgenetisch charakterisiert werden. || Seit 2013 hat sich die Bedrohungslage des Feuersalamanders durch den eingeschleppten, hochaggressiven Erreger Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal) als Auslöser der Salamanderpest dramatisch verschärft. Für den Bestand der Art in Deutschland und Europa kommt speziell den sächsischen Feuersalamanderpopulationen eine herausragende Bedeutung zu, da es hier bisher keine Bsal-Nachweise gibt. Die Nationalparkregion Sächsische Schweiz und Umgebung ist ein Verbreitungsschwerpunkt des Feuersalamanders und mit ca. 12.300 ha Gesamtfläche eines der größten Natura 2000 Verbundgebiete in Sachsen.