Monitoring der Amphibienbestände und Zusammenhänge mit Landschaftsstruktur und Nutzungsintensität (MatEnUm-2)
Projekt
Überblick
Beschreibung
Die biologische Vielfalt in der mitteleuropäischen Kulturlandschaft nimmt weiterhin ab. Besonders stark betroffen sind auch die Amphibien. Ziel des Projektes ist es zu klären, inwieweit sich solche Rückgänge durch Veränderungen der Landschaftsstruktur wie z.B. Nutzungsänderungen oder Zerschneidungseffekte erklären lassen. 13 der 18 Amphibienarten (72,2 %) in Sachsen sind als ausgestorben bzw. gefährdet eingestuft. Die Gefährdungsursachen entstammen den Komplexen Landwirtschaft (Verfüllung von Kleingewässern, Trockenlegung, Eutrophierung), Forstwirtschaft (Gewässerverfüllung), Verkehr/ Energie (Verkehrsop-fer, Zerschneidung) und Bauliche Maßnahmen/Rohstoffgewinnung (Rekultivierung von Abbaugebieten, Bebauung). Insbesondere die Bedeutung der Zerschneidung durch Verkehr und von verfehlten oder fehlenden Naturschutzmaßnahmen wird hier genannt. Defizite in der Forschung bestehen nach wie vor in den Zusammenhängen zwischen Nutzungsände-rungen, strukturellen Änderungen und dem Vorkommen und der Entwicklung einzelner Arten in ihrem Bestand. Wissenschaftliches Arbeitsziele des zu beantragenden Projektes sind: Erarbeitung eines wissenschaftlich fundierten Monitoringprogramms für die Amphibien in Sachsen Gewinnung von Erkenntnissen über die Zusammenhänge zwischen Landnutzungsänderunge